Ausgrabungen haben gezeigt, dass schon früh kleine Schweine aus Ton, Keramik und anderen Materialien als Beigabe mit in Gräber gelegt wurden. Außerdem finden sich Schweine und Opferszenen mit diesen auf alten Münzen und Vasen. Der Eber als Motiv war darüber hinaus ein beliebtes Schmucksymbol und diente als Vorlage für germanische Fibeln. Ebenso wurden Gefäße in der Form eines Schweines gefunden.

Schweine sind auch beliebte Motive auf Briefmarken und haben bereits in früherer Zeit Künstler wie auch Schriftsteller zu großen Kunstwerken animiert.

So finden sich zahlreiche Schweinedarstellungen in bekannten Gemälden über die Jahrhunderte hinweg. Da wäre zum einen das Gemälde „Schlaraffenland“ von Pieter Bruegel dem Älteren (1567) auf dem man ein Schwein mit Messer im Rücken erblicken kann, welches immer wieder nachwächst.

Auch Albrecht Dürer (1471-1528) stellte einige Kupferstiche her, in dem Schweine die Hauptrolle spielten. Zu erwähnen sind hier u.a. der Kupferstich „Der verlorene Sohn“ um 1496, sowie die Darstellung eines missgebildeten Schweines mit acht Beinen.

Hieronymus Bosch, bekannt für seine grausigen Darstellungen, verewigt eine Sau mit Ferkeln, welche als „Die Böse Sieben“ gedeutet wird, auf dem Gemälde „Der verlorene Sohn“ um 1510.

Damit aber nicht genug. Die Sau bleibt ein Motiv bei Bosch, welches immer wieder in Erscheinung tritt. So auch auf dem Werk „Das tausendjährige Reich“, auf dem eine Sau mit Nonnenhaube dargestellt wird. Die Sau verkörpert hier eine Äbtissin, welche als Erbschleicherin gedeutet wird. Die Darstellung eines Schweins wurde eng mit Unkeuschheit und Unmäßigkeit verknüpft. So wählt Bosch schon früher das Motiv des Schweins in seinem Werk „Die Versuchung des heiligen Antonius“ um 1500.

Friedrich Müller erschuf 1800 eine Radierung mit einem Schwein und 1870 entdeckte auch Wilhelm Busch das Schwein für sich in der Bildergeschichte „Der heilige Antonius von Padua.“

Aber auch in unserer heutigen Zeit findet das Schwein immer wieder seinen Platz in Gemälden. Eines der bekanntesten dürfte wohl das Gemälde von Franz Marc sein. Um 1913 fertigt er das Bild „Tierschicksale“. Das Schwein scheint zu berühren, zu animieren und eine merkwürdige Anziehungskraft auf Künstler über die Jahrhunderte auszuüben.
Neben Marc findet sich auch der Künstler Paul Klee unter den Schweine-Künstlern. Er schuf um 1921 eine Bleistiftzeichnung mit dem Titel „Komische Sau“.

Nicht nur in der Malerei, sondern auch in der Bildhauerei finden sich immer wieder Plastiken und Darstellungen von Schweinen. So wie z.B. in der Bronzeplastik von Hans Gerd Ruwe, erschaffen um 1986, sowie in Gudensberg ein Glückschwein in Form eines Wasserlaufes von der dort stammenden Künstlerin Carin Grudda.