Erst bei intensiver Betrachtung stellt man fest, dass das Schwein auch seine Spuren in der Botanik hinterlassen hat. Damit sind nicht die Wühl- und Suhlspuren gemeint, sondern das Schwein ist Namensgeber für allerlei Gewächs.

Es gibt Pflanzen, die in vergangenen Zeiten „Sau-Namen“ trugen, wie z.B. ein Löwenzahngewächs, dessen Knospen wie Schweinerüssel aussehen. Man nannte sie damals Saurüssel oder auch Sauschnabel. Nieswurz nannte man früher Schweinswurz,
da sie bei Krankheiten beim Schwein eingesetzt wurde.

Das Nachtschattengewächs Tollkirsche trug den Namen Saukirsche. Ihre Verwandte Solanum nigrum, ebenfalls ein schwarzes Nachtschattengewächs, bekam den Namen Sautod.

Auch heute tragen noch einige Pflanzen ihre alten Namen. Da wären zum Beispiel die Saubohne (Ackerbohne), Eberwurz (Distelgewächse), das Schweinsohr (Sumpf-Schlangenohr) und die Schweinsrübe (Sumpf-Ziest).