Vegane Schaschlik-Spieße

Vegane Schaschlik-Spieße

Vegane Schaschlik:

Für die Soße:

– eine kleine Flasche Hela Curry Ketchup scharf
– eine kleine Flasche Hela Schaschlik-Ketchup
– oder: HP Classic Barbec,
– 1 TL guten Curry
– Salz, Pfeffer, Paprika, eventuell Rauchpaprika
– Reste (siehe unten)

Für die Marinade:

– Salz
– Pfeffer
– Paprika, eventuell Rauchpaprika
– Knoblauch
– Chilli oder Cayennepfeffer
– wer mag: Thymian

Für die Spieße:

– 400g Räucher-Tofu oder Seitan, in Stücke geschnitten
– 300g Paprika, bunt, in Stücke geschnitten
– 200g Zwiebeln, geviertelt
– 1 kleine Zucchini wer mag
– Öl zum Anbraten
– Bambusspieße oder Holzspieße

Schaschlik ist eine traditionelle Speise aus Russland, der Türkei und auch dem Südosten Europas (wo ich meine Liebe zu Rauchpaprika kennengelernt habe). Klassisch sind die Fleischspieße (meistens Rind oder Lamm) mariniert und gegrillt. Insofern ist mein Rezept nicht mal ansatzweise klassisch, aber in meiner Kindheit gab es sie so immer auf großen Familienfesten – und ich war mit einem Brot zum Soßedippen nie weit vom Grill entfernt. Sehr zum Leidwesen meiner Eltern, aber die haben auch ab und an gedippt. So denn…

Los geht’s – aus taktischen Gründen mit den Spießen. Erstmal werden Seitan oder Tofu in grobe Würfel bzw. Scheiben geschnitten (auf dem Bild oben spicken, 2x2cm etwa), dann werden die Zwiebeln geschält und geviertelt. Die Paprika wird geputzt und ebenfalls in Stücke geschnitten, die etwa so groß wie die Tofustücke sein sollten. Wer noch einen Hauch „gesund“ mag, kann auch noch Zucchinistücke machen.

Dann werden die einzelnen Zutaten abwechselnd – oder nach Lust und Laune – auf die Spieße gesteckt. Von den Zwiebeln immer die äußeren großen Viertel nehmen, die kleinen inneren Stücke landen später in der Soße. Soviel zur Taktik 😉

Aus etwas Öl, den Gewürzen, gepresstem oder sehr feingewürfelten Knoblauch eine Marinade herstellen und die Spieße damit bepinseln und zur Seite stellen, damit sie etwas ziehen können.

In der Zwischenzeit nehmen wir uns die Soße vor. Nicht ganz klassisch, aber lecker! In einem großem Topf werden in etwas Öl die restlichen Zwiebeln angedünstet bis sie glasig geworden sind, dann kann der Rest der Marinade mit dazu und auch der Teelöffel Curry wird mit angeschwitzt. Dann kommen die ganzen Soßen dazu und die Soße wird zum kochen gebracht und würzig abgeschmeckt. Leise vor sich hinköcheln lassen, eventuell eine Tasse Wasser dazugeben, damit es etwas flüssiger wird.

Zurück zu den Spießen: Eine backofengeeignete Form mit hohem Rand bereitstellen, in die man die Spieße nebeneinander legen kann. In einer Pfanne die Spieße von allen Seiten in etwas Öl scharf anbraten, so dass sie angebräunt sind und in die Form legen (wer einen Gasherd hat oder einen Grill zur Zubereitung nutzt, der kann alles gleich in der Pfanne machen). Wenn alle Spieße angebraten sind, einen Teil der Soße in die Pfanne geben, damit sich der Bratensatz lösen kann und dann die komplette Soße über die Spieße gießen und ab damit in den Backofen.

Nun bei etwa ungefähr 150°C für eine Stunde köcheln lassen, dabei zwischendurch mit einem Löffel die Soße übergießen. Hier kann man auch mal zwischendurch mit einem Stückchen Brot den Geschmack der Soße prüfen 🙂 Durch das lange Köcheln, nehmen die Spieße das Aroma toll an und die Soße wird auch dickflüssig wie ein Geschmackssirup.

Als Beilage eignet sich Brot hervorragend – oder aber auch Reis oder Kartoffeln.

Tipp am Rande:

Wenn man in vegetarischen oder veganen Gerichten eine Rauchnote haben möchte, haben wir für uns Pimentón de la Vera entdeckt. Im Laden erkennt man ihn an seiner arttypischen Verpackung: Der roten, viereckigen Blechdose.

Seinen Namen hat das Pulver von der Region La Vera in Spanien, wo diese spezielle Sorte Paprika gedeiht. Nach der Ernte werden die Schoten sorgfältig getrocknet und im Anschluss über Steineichenholzrauch geräuchert. Das verleiht dem Pimentón de la Vera sein charakteristisches Raucharoma. Es gibt ihn in süß (dulce) und scharf (picante), beim Einkaufen genau hinschauen – die Dosen sehen sich in der Regel zum Verwechseln ähnlich.

Pimentón de la Vera dulce / süß: http://www.amazon.de/dp/B003OCF04M/?tag=mm0e6-21

Pimentón de la Vera picante / scharf: http://www.amazon.de/dp/B003OC85A8/?tag=mm0e6-21

Die verwendeten Soßen sind von den Firmen Hela und Heinz – beide haben eine Menge an veganen Produkten im Angebot auch wenn es nicht auf den ersten Blick drauf steht. Bei Hela findet sich gar kein Hinweis – dennoch vegan. Und Heinz schreibt für Vegetarier geeignet, ebenfalls dennoch vegan. Zwei Beweise das ganz klassische Produkte auch mal einfach so vegan sind, ohne dass extra dick und breit eine „Veganblume“ drauf zu sehen ist. Wie da wohl die Steakesser reagieren, wenn man sie fragt, warum sie veganen Ketchup zu Fleisch essen? Gut, ich kann mich zurückhalten es auszuprobieren.

Hela hat eine ganze Reihe vegane Produkte, hier findet man eine Liste:
http://www.vegan4love.info/vegan-produktanfrage-hela/

Natürlich ist auch die HP Classic BBQ vegan:
http://www.animalsliberty.de/produkt.php?dbFilter=&dbCategory=0&productID=1110

Viel Spaß beim Kochen wünscht euch Jan.

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